Dieser Artikel ist Teil des Themenbereichs Gesundheit und Krankheiten.
Viele Erkrankungen bei Hunden und Katzen lassen sich über die Ernährung
positiv beeinflussen. Hochwertiges, natürliches Futter entlastet den Körper,
versorgt ihn mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt Organe wie Nieren,
Leber, Herz oder Bauchspeicheldrüse.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ernährung bei welchen Krankheiten
sinnvoll ist und worauf du unbedingt achten solltest.
Wichtige Grundregeln bei kranken Tieren
Für alle Krankheitsbilder gilt:
- hochwertige Proteine in Lebensmittelqualität
- keine künstlichen Zusatzstoffe
- sehr gut verdauliche Futtersorten
- keine ständigen Sortenwechsel
- Futtermenge sorgfältig anpassen
- Snacks stark reduzieren
Nierenerkrankungen (CNI / Niereninsuffizienz)
Bei Nierenerkrankungen sind leicht verdauliches Eiweiß, ein niedriger
Phosphorgehalt und eine hohe Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig.
Trockenfutter sollte vermieden werden.
Sinnvolle Ernährung
- milde, gut verdauliche Fleischsorten
- ausgewählte Fischsorten
- zusätzlich Wasser unters Futter mischen
Ergänzungen
- Omega‑3 (entzündungshemmend)
- Probiotika (zur Entlastung der Nieren)
Leberprobleme
Die Leber profitiert besonders von leicht verdaulicher, eher fettarmer Kost.
Eine angepasste Ernährung kann die Regeneration deutlich unterstützen.
Empfohlene Futtersorten
- Huhn oder Pute
- Lamm
- Fisch
Ergänzungen
- Mariendistel
- Artischocke
Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis / EPI)
Geeignet
- sehr magere Sorten (z. B. Huhn)
- ausgewählte, fettarme Fischsorten
Zu vermeiden
- fettes Fleisch
- Schwein und Rind (bei akuten Fällen)
- viele Snacks
Herzerkrankungen
Ernährung
- hochwertige Proteine
- moderater Fettgehalt
- keine salzhaltigen Snacks
Ergänzungen
- Omega‑3
- Taurin (für Katzen essenziell)
Diabetes
Bei Diabetes sollte die Ernährung kohlenhydratarm und proteinreich sein,
um den Blutzuckerspiegel möglichst konstant zu halten.
Geeignet
- getreidefreie Sorten
- mageres Fleisch
- keine Zuckerquellen
Allergien & Unverträglichkeiten
Empfehlung
- klare Single‑Protein‑Fütterung
- Lamm, Pferd oder Fisch
- keine Sorten mischen
- keine Snacks mit unbekannten Zutaten
Gelenkprobleme / Arthrose
Sinnvolle Ergänzungen
- Grünlippmuschel
- Omega‑3
- Kollagen oder Gelatine
Ernährung
- leicht verdauliche Fleischsorten
- Übergewicht konsequent vermeiden
Welche Snacks sind erlaubt?
Geeignet (je nach Erkrankung)
- gefriergetrocknetes Single‑Protein‑Fleisch
- Fischsnacks
- mageres Trockenfleisch
❌ Tabu: Zucker, Getreide, fettige Snacks, Zusatzstoffe
Wann ist ein individueller Ernährungsplan sinnvoll?
Bei allen chronischen Erkrankungen empfiehlt sich ein persönlicher
Ernährungsplan – abgestimmt auf Krankheit, Gewicht, Futterhistorie
und individuelle Verträglichkeit.
FAQ – Ernährung bei Krankheiten
Kann das richtige Futter Krankheiten beeinflussen?
Ja. Besonders Nieren, Haut, Darm und Leber reagieren sehr stark auf die
Qualität und Zusammensetzung des Futters.
Sollte ich komplett auf Snacks verzichten?
Bei einigen Erkrankungen ja – ansonsten nur sparsam und möglichst natürlich.
Darf ich Futtersorten kombinieren?
Bei kranken Tieren sollte man Sortenwechsel vermeiden, um den Organismus
nicht zusätzlich zu belasten.
